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21.11.2019 - 04:03

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Grundlegendes zur Hundeausbildung

Jeder Hund, ob groß oder klein, sollte eine gewisse Ausbildung bzw. Erziehung bekommen. Dies beginnt mit dem einfachen Gehorsam, der im täglichen Zusammenleben notwendig. Zu dieser Grunderziehung gehört zum Beispiel, dass der Hund zum Hundehalter kommt, wenn er gerufen wird, oder dass man dem Hund Verbote bzw. Tabus setzen kann, zum Beispiel, dass er nicht an jeder Person hochspringt und ähnliche Dinge. Auf jeden Fall ist ein Hund, der sich benimmt und sich in seiner Umgebung einfügt, überall gern gesehen. Eine gewisse Grundkenntnis über Hunde und deren Verhalten ist allerdings hilfreich. Hunde sind „Kommunikationstiere“! Schon die Vorfahren unserer Hunde, die Wölfe zeichnen sich aus durch ihre hohe Bereitschaft soziale Beziehungen einzugehen. Bei den Wölfen sind diese Kontakte vorwiegend auf die eigene Art beschränkt, unsere domestizierten Haushunde kommunizieren auch lieber mit ihresgleichen, aber sie akzeptieren auch uns Menschen als ihre Sozialpartner. Hunde haben bekanntlich kein Wortverständnis, jedoch kennen sie uns Menschen sehr genau und reagieren auf unsere, uns unbedeutend erscheinende Gesten, Stimmungen, Handlungen. Umgekehrt sind allerdings die wenigsten Hundehalter in der Lage die Signale die der Hund aussendet, richtig zu interpretieren. Oft wird zu sehr vermenschlicht, was natürlich zu großen Missverständnissen führt.

Das Lernen, früher Abrichtung oder noch früher Dressur bezeichnet, findet heute auf der Grundlage der Erkenntnisse der Verhaltensforschung statt. Es wird über Motivation gelernt. Das heißt, der Hund tut etwas, weil er damit Befriedigung in verschiedenen Grundbedürfnissen erreichen kann. Lob zum Beispiel gehört in den Bereich des Sozialverhaltens und verstärkt die Bereitschaft die gewünschte bzw. belobigte Handlung zu wiederholen. Ein Leckerbissen, in den Bereich des Fressverhaltens gehörend, kann dieselbe Wirkung haben. Ebenfalls sollte das Spielen als Lernmotivation nicht außer acht gelassen werden, weil dabei eine besonders entspannte und lustvolle Atmosphäre herrscht, die ebenfalls das Erlernen begünstigt. Die früher praktizierte Methode, bei der oft Strafsanktionen verwendet wurden, ist Gott sei Dank vorbei. Die Hunde „arbeiten“ heute gerne, es bereitet ihnen Lust und Freude. Natürlich gehört eine gewisse Konsequenz in den vom Menschen gesetzten Verhaltensregeln schon dazu. Dem Hund muss gelernt werden, wann er zu zum Beispiel an seinem Rudelführer hochspringen darf oder nicht, sonst wird er an seinem Rudelführer hochspringen egal ob an der Sonntagnachmittagsausgehkleidung  oder im Spielgewand.

Hunde haben gerne etwas zu tun, sie wollen ihrem Rudelführer – dem Hundehalter – dienlich sein bzw. seine Anerkennung. Die natürlichen Aufgabengebiete für unsere Hunde ursprünglich gezüchtet wurden, stehen in vielen Fällen nicht mehr zur Verfügung. Kaum jemand hat eine Schafherde zu hüten, einen großen Besitz zu bewachen, oder ist Jagdausübender. Als Ersatz können die Hunde in den verschiedene Sparten der Hundeausbildung und des Trainings ihre Betätigung finden, ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben und ihre natürlichen Bedürfnisse Befriedigen. Solcherart beschäftigte Hunde verhalten sich in ihrer Umgebung sicher und geben keinerlei Anlass zu Beschwerden. Ganz zu schweigen vom Hundehalter, dem die Beschäftigung mit seinem Hund ebenfalls und zwangsläufig ein mehr an Bewegung bringt.

Aus allen diesen Gründen gehört zu einer normalen guten Entwicklung des Hundes von Anfang an der Kontakt mit Menschen. Die Beschäftigung mit dem Hund ist die Grundlage für das harmonische Zusammenleben. Das beginnt schon beim guten Züchter, der die Welpen in den ersten Wochen betreut. Das setzt sich fort bei der Aufzucht des Welpen beim Hundehalter, bei der möglichst viele Eindrücke und Erfahrungen das Verhalten des Hundes prägen. Der Junghund wird dann zwischen 4. und 7. Lebensmonat seine Stellung in seiner Umgebung herausfinden, seine Grenzen und Tabus kennen lernen und damit zu einer Bereicherung für den Hundehalter und seiner Umgebung werden. Ein wichtiger Abschnitt hier ist der Welpenkurs.

Wichtig ist es auch, dass der Hundehalter selbst seinen Hund ausbildet. Es nützt dem Hundehalter nichts, wenn sein Hund einem Trainer gehorcht.

Die Hundevereine des ÖKV bieten dem interessierten Hundehalter durch verschiedenste Kurse Hilfestellung und Anleitung bei der Hundeausbildung. Geschulte und geprüfte Ausbildner und Übungsleiter vermitteln dem Hundehalter die Kenntnisse, die zur Hundeausbildung gebraucht werden. Sie zeigen dem Hundehalter wie er als Mensch seinem Hund verständlich mitteilen kann, was er von ihm will. Das beginnt bei der einfachen Gehorsamausbildung bis hin zu Spezialausbildungen (Gebrauchshunde, Obedience, Breitensport, Agility) und den abschließenden Prüfungen.